Neuer Gerätewagen-Logistik beim LZ Gemünd

 
Bürgermeister Ralf Hergarten
 

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 135-jährigen Jubiläum stellte der Löschzug Gemünd einen neuen Gerätewagen-Logistik in Dienst. Das Fahrzeug ersetzt ein Vorgängermodell und wird primär mit einer 3,5-Tonnen GSG-Ausrüstung sowie weiteren Ausrüstungsgegenständen zur Ölwehr beladen. 

Die Ausrüstung kann flexibel mit Rollwagen und einem Gitterboxensystem verlastet werden. Zur Grundbeladung zählen unter anderem rund 400 Liter Ölbindemittel sowie eine ausreichende Anzahl von Auffangkapazitäten für kontaminiertes Bindemittel, Verkehrssicherheitsmaterial sowie Werkzeuge.

Der neue GW-L auf einem MAN-Fahrgestell wurde als Gebrauchtfahrzeug mit "kommunalem Aufbau" (Staffelkabine) von einem Händler in Norddeutschland mit einem für Nutzfahrzeuge äußert geringen Tachostand von gerade einmal 17.000 Kilometern beschafft. Zuvor wurde das Fahrzeug bei einer Behindertenwerkstatt zu Transportzwecken eingesetzt. Der feuerwehrtechnische Umbau incl. des Funkgerätes wurde durch die Kameraden des Löschzugs in mehr als 300 Arbeitsstunden in Eigenregie umgesetzt.

Dazu wurden u. a. der Aufbau mit Plane/Spriegel verkürzt und mehr als 300 Meter Kabel verlegt. Der GW-L verfügt über Heck- und Frontblitzer sowie einen Dachtlichtbalken mit durchgängigen Drehspiegelleuchten. Das Fahrzeug absolvierte seine ersten Einsätze noch in der Farbe Reinweiß; zwischenzeitlich wurde es mit einem roten Foliendesign versehen.

 

Klemens Hensen übernimmt Wehrleitung
 
Rolf Völler erhielt Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr Der bisherige stellvertretende Leiter der Feuerwehr Schleiden, Stadtbrandinspektor Klemens Hensen vom Löschzug Gemünd, ist der neue Wehrleiter der Stadtfeuerwehr Schleiden. Er löst Stadtbrandinspektor Karl-Georg Hardy ab, mit dem er gemeinsam viele Jahre die Feuerwehr der Stadt Schleiden prägte.

Zu den beiden Stellvertretern von Klemens Hensen wurden Udo Schmitz von der Löschgruppe Oberhausen sowie Sascha Tendler von der Löschgruppe Dreiborn bestellt.

 
Karl-Georg Hardy hatte sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Zwei Jahrzehnte lang leitete er die Feuerwehr Schleiden. In dieser Zeit galt es, schwierigste Einsatzlagen, wie beispielsweise die beiden Bränden des Glashütten-Lagers in Oberhausen, zu bewältigen. In all den Jahren kam kein einziger Feuerwehrmann im Einsatz ernsthaft zu Schaden, was Hardy in seinem Grußwort besonders erfreute.

Marcel Wolter, der allgemeine Vertreter des Schleidener Bürgermeisters, skizzierte im Rahmen der Ernennung den Werdegang Hardys, der seit 1970 der Wehr angehört. 19 Jahre später übernahm er die Wehrleitung, und er wird der Feuerwehr auch weiterhin noch als Aktiver erhalten bleiben.

Neben seiner Tätigkeit als Wehrleiter war Hardy zudem viele Jahre als stellvertretender Kreisbrandmeister aktiv und kann als eine der maßgeblichen Triebfedern des Feuerschutzes im Kreis Euskirchen bezeichnet werden. Denn neben der seinem Engagement für den Kreisfeuerwehrverband organisierte er zudem die komplette Lehrgangsverwaltung und Administration. Auch bei der Ausbidlung auf Stadt- und Kreisebene war er eingebunden. Darüber hinaus absolvierte Hardy 34 Lehrgänge und Seminare.

Der Dank der Stadt für den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz an maßgeblicher Stelle konnte angesichts leerer Kassen nur symbolisch ausfallen. Wolter überreichte Hardy als Geschenk eine 20 Jahre alte Schallplatte mit dem Titel „Sang und Klang im Schleidener Tal“. Die Scheibe war seinerzeit mit regionalen Akteuren im Gemünder Kursaal aufgenommen worden und bald in Vergessenheit geraten. Zudem gab es für Hardy ein Deputat aus des Bürgermeisters Weinkeller und das Stadtwappen in Glas.

Zum neuen Wehrleiter ernannte Wolter Stadtbrandinspektor Klemens Hensen, der seit 1973 in der Feuerwehr aktiv ist. Er leitete viele Jahre den Löschzug Gemünd, war Stadtjugendfeuerwehrwart und wirkte bislang als stellvertretender Stadtbrandmeister. Darüber hinaus war er stellvertretender Leiter der Feuerschutzbereitschaft Düren/Euskirchen.